Warum Frauen Unternehmen anders führen und damit extrem erfolgreich sind

Kennst du sie? Die großen Unternehmerin? Sie waren mutige Pionierinnen, häufig haben sie klein, im Wohnzimmer, angefangen – oft aus einer Not heraus. Frauen führen anders, intuitiver, mit Herz und Verstand, menschlich und geschickt.

Deshalb arbeiten Menschen gerne bei ihnen, es hat einen Sinn, ein Motiv, ein Leitbild – weit über das Geld verdienen – hinaus.

Die erste Frau die mir einfällt ist Margarete Steiff, sie erfand 1880 einen Elefant als Nadelkissen, binnen kürzester Zeit wurde dieser Filzelefant das Lieblingsspielzeug der Kinder. Eine riesige und einzigartige Erfolgsgeschichte begann. Ab diesem Zeitpunkt hatte sie einen Leitspruch, der noch immer zur Firmenphilosophie gehört: „Für Kinder ist nur das Beste gut genug.“ Ihr Neffe erfand 1902 den ersten beweglichen Teddybären, benannt nach Theodore Roosevelt, der für das Unternehmen den internationalen Durchbruch bedeutete. Der Rest ist Geschichte.

Eine weitere Frau, die mir wichtig ist, ist Käthe Kruse. Sie nähte ihre ersten Puppen für ihre Kinder, aus einem inneren Bedürfnis heraus, da die Puppen zu dieser Zeit aus Porzellan waren und somit zerbrechlich, steif und zum Spielen für die Kinder ungeeignet waren. Sie orientierte sich an echten Kindern, sie sollten sorgfältig gefertigt sein, kindgerecht und eine Freude für die Kinder sein. Ein berühmter Satz von ihr: „Eine Puppe soll nicht schön sein, sondern wahr und lebendig wirken.“

Als die ersten Puppen für ihre Kinder genäht waren, wurden Freunde und Bekannte darauf aufmerksam. Die Nachfrage wuchs schnell. Das Leitbild von hoher Qualität blieb. Später bekam sie Unterstützung von der Familie und von Näherinnen. Die Produktion wurde später professionalisiert, doch die Handarbeit blieb. Auch sie schaffte den internationalen Durchbruch und die Marke entwickelte sich weiter zu einem Luxus- und Qualitätsprodukt.

Eine dritte Unternehmerin und Ehefrau, deren Mut ich sehr bewundere ist Berta Benz, die Ehefrau von Carl Benz. Er war der Erfinder des Benz Patent- Motorwagens im Jahr 1885.

1888 als Carl Benz noch skeptisch war, übernahm Berta Benz das Steuer. Sie fuhr über 100 km von Mannheim nach Pforzheim, um ihre Mutter zu besuchen. Es war die erste Fernfahrt mit einem Auto in der Geschichte. Während der Fahrt kaufte sie Benzin in der Apotheke und reparierte das Auto unterwegs selbst, es betraf die Zündung, die Ketten und die Bremsen.

Berta Benz zeigte sich mutig, sehr praktisch veranlagt und visionär. Durch ihre Pionierfahrt wurde das Auto zunächst in Deutschland und später weltweit etabliert.

Ihr Leitgedanke war: „Innovation muss ausprobiert und für den Alltag nutzbar gemacht werden, nicht nur theoretisch entwickelt werden. “

Übrigens gibt es in Baden-Württemberg die Bertha Benz Memorial Route, sie wurde 2011 eingeweiht. Die Strecke ist 194 km lang und stellt ihre historische Fahrt nach.

Alle drei Frauen hatten ein Vision, eine Idee, ein Bedürfnis – ihre Welt und damit die Welt zu verändern und es ist ihnen gelungen. Mit Mut, Pragmatismus und einem besonderen Leitgedanken.