Wie wird man ein Narzisst?
Nun, zunächst einmal haben wir alle narzisstische Züge, sonst könnten wir keine Vorträge halten oder auf einer Bühne performen. Die einen mehr und die anderen weniger. Im ausgeglichenem Maße ist es überhaupt nicht bedenklich.
Ein Narzisst zu sein, ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, die nach ICD 10 einer ärztlichen Diagnose von qualifiziertem Fachpersonal bedarf, zum Beispiel einem Psychiater oder Fachärzte in einer Psychiatrie. Der Code für die Krankenkassen ist der F60.8, dieser steht für: sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen.
Die beschriebenen Verhaltensmuster sind übermäßiges Gekränkt sein bei Zurückweisung oder Kritik, durch Misstrauen in die Welt. Erlebtes wird verdreht, freundliche Handlungen von Menschen, werden als feindlich angesehen. Sie sind häufig sehr streitsüchtig und das „Opfer“. Sie neigen zu überhöhtem Selbstwertgefühl und übertriebener Selbstbezogenheit.
Ich behaupte jeder von uns kennt zwischen 1 – 5 Narzissten in seinem Umfeld. Narzissten sind häufig Meister der Täuschung, sie können charmant, redegewandt und großzügig sein. Bis zu dem Punkt, wo sie dein Vertrauen erworben haben und sie deine Energie zur Verfügung haben.
Du erkennst sie daran, dass sie keine Verantwortung übernehmen, alles schön klingt, doch keine Taten folgen. In ihrer Nähe fühlst du dich leer und erschöpft. Sie kosten dich Kraft. Deine Wahrnehmung und deine Intuition wird permanent in Frage gestellt. So dass du dir irgendwann selbst nicht mehr vertraust.
Persönlichkeitstypen werden schon sehr früh im Leben festgelegt, ungefähr mit 4 Jahren. Rechnen wir die Schwangerschaft der Mutter mit, sind wir bei knapp 5 Jahren, die reichen, ein Kind so oder so fühlen zu lassen und somit die Persönlichkeitsanteile zu erschaffen.
Es gibt unterschiedliche Wege einen Narzissten zu erschaffen. Die erste Möglichkeit ist das Kind permanent im Mittelpunkt der ganzen Welt zu halten. Nur dieses Kind ist im Fokus. Wahrscheinlich wird er Präsident oder Astronaut oder er rettet auf eine anderen Art die ganze Welt. Andere Menschen kommen in der Welt dieses Kindes nicht vor, nur als „Lieferant“. Sie müssten sich die ganze Zeit verbeugen oder auf Knien vor dem “ Nabel der Welt“ kriechen. Doch der „König“ ist gnädig und erlaubt es aufzustehen. Empathie und echtes Mitgefühl oder wirkliches Interesse an anderen Menschen sind eine Fehlanzeige. Die eigenen Gefühle werden zu Gunsten des Außenbildes unterdrückt.
Eine andere Möglichkeit eine narzisstische Persönlichkeit zu erschaffen, sind Eltern die ebenfalls über diese Persönlichkeitsmerkmale verfügen. Das Kind oder ein Kind von mehreren Geschwistern wird abgewertet, beschämt, erlebt Gewalt und Ausgrenzung. Und jetzt gibt es genau zwei Möglichkeiten. Dieses Kind wird selbst narzisstisch und behandelt seine Mitmenschen und seine Kinder genauso grausam oder diese Eltern erschaffen den größten und stärksten Empathen, den die Welt je gesehen hat. Diese Menschen bleiben empathisch und liebevoll, trotz allem Schmerz den sie erlebt haben.
Toxische Menschen erkennst du auch an einem hohen passiv-aggressiven Verhalten. Dabei können sie dir ins Gesicht lachen, doch dein Gespür erkennt etwas ganz anderes, wie Schadenfreude, Hass, Manipulation und ganz viel Wut.