Wähle weise!

Wähle weise, wem du deine Arbeitskraft, deine Loyalität und deine Energie schenkst.

Auf den ersten Blick, verkaufst du – wenn du angestellt bist, deine Zeit – gegen Geld. Doch du gibst noch viel mehr, dein Know -how, deine Energie, deine Motivation, deine Verlässlichkeit, deine Professionalität, deine Motivation, deine Zuverlässigkeit, deine Freude, dein Wissen – kurzum: einen Teil deiner Identität.

Du bringst deinem Arbeitgeber Erfolg und ein hohes Ansehen.

Nun gibt es Firmen, die haben einen sehr guten Ruf, ein sauberes Image und ein hervorragendes Ansehen. Sie haben es geschafft mit ihren Produkten, doch genauso mit ihrer Menschlichkeit zu überzeugen.

Ein gutes Bespiel ist Volkswagen. Wie im vorigen Blogartikel beschrieben hat auch der Vorläufer von VW, „KdF- Wagen“ = Kraft durch Freude -Wagen, während des zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiter eingesetzt.

Wie kann es also sein, dass das Image von VW dennoch gut ist.

Nun Volkswagen richtete 1998 einen eigenen Entschädigungsfond ein, also vor der großen staatlichen – industrielle Lösung. Die politische Verantwortung wurde aktiv übernommen, nicht nur unter politischem Druck. Volkswagen hat über die Rolle und die Bedeutung in der NS – Zeit gesprochen, dabei wurde nichts beschönigt und der Einsatz von Zwangsarbeitern öffentlich gemacht. Somit begannen sie früher, transparenter und offener mit ihrer Aufarbeitung.

Historiker sprechen von drei Phasen der Aufarbeitung von Staat und Industrie:

  1. Phase = 1945 – 1970 = Verdrängung oder sehr begrenzte Aufarbeitung
  2. Phase= 1980 – 1990 = Beginn öffentlicher Debatten und erste Unternehmensstudien
  3. Phase = 1990 – 2000 = systematische Forschung, Entschädigungsprogrammen und öffentliche Verantwortung

Im Gegensatz zu VW stehen vorgenannte Firmen, wie Siemens, Krupp, IG – Farben immer noch in der Kritik, aber auch die Deutsche Bank, die ihre Beteiligung an der „Arisierung“ jüdischer Unternehmen erst in den Jahren 1990 / 2000er intensivierte. Hier gab es lange Diskussionen über aktive Mitwirkung oder ein „Mitlaufen“.