Toxische Muster
In aller Munde sind toxische Personen, zum Beispiel Narzissten. Laut einer neuen Studie leben in Deutschland scheinbar sehr viele davon. Doch wieso und woran erkennt man denn nun negative Menschen?
Nun, zuerst kannst du schauen, wer dich wirklich unterstützt. Toxische Menschen können nicht gönnen. Sie sind neidisch, fühlen sich bedroht, wollen Macht und Kontrolle. Sie leben oft im Außen. Sie wollen die perfekte Illusion aufrechterhalten. Das Selbstbild und das Fremdbild stimmen nicht überein. Der Wert eines Menschen ist den Augen eines Narzissten nur soviel Wert, wie er einen Nutzen für diese toxische Person hat.
Vielleicht hilft es dir, an deinen aller schlechtesten Chef zu denken. Wie war er? War er für sein Team da? Hat er seine Mitarbeiter gesehen und unterstützt, hat er sie wachsen lassen, atmen? Hat er die Stärken gesehen, hat er ihre Eigenverantwortung gefördert? Oder nur bei einzelnen Personen und die andern wurden abgewertet, beschämt oder bekamen die Schuld. Dies ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal für narzisstisches Verhalten, auch bei Eltern, ein Kind ist wunderbar, das andere Kind ist der Looser, per se. Egal ob es in Wirklichkeit so ist oder nicht.
Oder waren die Mitarbeiter, die stark waren, eine Bedrohung? Hat er Mitarbeiter klein gehalten, ihnen nichts zugetraut, Wissen vorenthalten? Hat er schlecht über seine eigenen Leute gesprochen? Hat er gelästert? War er verlässlich? War er kompetent? Nicht nur fachlich, auch menschlich? Hat er manipuliert, war ungerecht, war toxisch?
Hast du dich wohlgefühlt auf dieser Arbeitsstelle? Hast du dich wohlgefühlt mit deinen Kollegen, mit deinem Chef? War es Gehalt oder Schmerzensgeld? Wie hat sich der Sonntag Abend angefühlt? Hast du dir die Stelle schöngeredet? Musstest du Gründe finden, um überhaupt hingehen zu können?
Das Gleiche gilt für einzelne Personen, auch den Partner, Kinder, Verwandtschaft. Wie fühlt sich dein Körper an, wenn diese Menschen, um dich herum sind? Wie fühlst du dich, wenn du hingehen musst. Fühlt es sich an, wie der Gang nach Canossa oder wie zum Schafott gehen zu müssen. Und du bist einfach froh, wenn es vorbei ist? Dann stimmt etwas nicht. Und auch wenn du das von klein auf kennst, ist es dennoch nicht richtig. So solltest du dich nicht mehr fühlen müssen.
Ein anderes Zeichen ist ständiges Abscannen, es fühlt sich permanent nach Gefahr an. Du kannst nicht gut schlafen, nicht gut essen oder brauchst Unmengen an Schokolade und Süßigkeiten. Wenn die Zeit rum ist, bist du auf einen Schlag erschöpft und müde. Und hast du ein paar Tage frei oder siehst diese Menschen nicht, merkst du, wie es dir besser geht. Wie du wieder in deine Kraft kommst, die Energie kommt wieder, du kommst wieder in deine Mitte.
Solltest du solche Personen in deinem Umfeld haben und einen Rat wollen, schau, dass du den Kontakt so weit wie möglich meiden kannst. Am besten komplett. Falls dies nicht funktioniert, dann hilft es auf der Sachebene zu bleiben, den Kontakt so weit wie möglich zu beschränken und keinerlei private Anhaltspunkte zu liefern, die später gegen dich verwendet werden können.