Geduld ist unerlässlich

Kennst du das? Am liebsten soll alles sofort geschehen. Die Wünsche, Ziele und Träume sollen sich in kurzer Zeit im Außen zeigen. Ich kenne das sehr gut. Geduld war nicht meine Kernkompetenz. Das heißt, mit anderen Menschen schon, nur mit mir selbst nicht. Diese nebeligen, unruhigen und ungewissen Zeiten oder lange Durststrecken fand ich schwer auszuhalten. Die Ungewissheit und die Sorge, ob es am Ende ein Happy End geben wird und der Glauben an das Gute sich am Ende lohnen würde, ließen mich häufig unruhig werden. Ich stellte mir die Frage, ob es jemals besser wird. Die langen Zeiten, an denen die Hoffnung, der Mut und die Kraft sinken.

Es war tatsächlich ein sich häufig widerspenstig, anfühlender Lernprozess. Es gab da einige Widerstände in mir. ; )))

Doch ich habe gelernt und durfte Demut erlernen. Nämlich Geduld und Vertrauen. Denn bevor es besser wird, egal auf welchem Gebiet, wird es erst chaotisch. Es kommt meiner Erfahrung nach immer erst zum Tiefpunkt, ehe sich die Situation langsam verbessert und sich im Außen der Sonnenstrahl oder gleich die ganze Sonne zeigt.

Ein guter Vergleich ist vielleicht ein großes Aufräumen, bis das Zimmer, das Haus, das Auto, das Büro, der Garten oder ein Leben wieder in Ordnung kommen kann und richtig schön wird, noch schöner als es jemals erträumt werden könnte. Zunächst ist es zutiefst chaotisch und unordentlich. Es fühlt sich für den Moment nicht gut an, vielleicht sogar hoffnungslos und vielleicht ist der Tiefpunkt der Punkt, an dem du und ich versucht sind aufzugeben.

So ähnlich wie, wenn der Inhalt der Schränke oder alter Ballast auf dem Boden liegen, rausgekramt und ausgeräumt sind und darauf warten, gesehen, aussortiert oder wieder eingeräumt zu werden. Eine große Menge an Dingen, viel Chaos und Durcheinander.

So ähnlich funktioniert es auch mit dem Ballast unseres Lebens. Erst am Ende des Aufräumprozesses zeigt sich, was bleiben darf , was gehen und losgelassen werden kann oder sogar sollte oder müsste.

Fragst du dich auch manchmal warum das so ist? Ich habe da so meine Theorie. Im Universum gibt es keine Zeit. Das ist eine Erfindung von unserer Drei-Dimensionalen-Welt. Im Universum gibt es keinen Druck, keine zeitliche Begrenzung, es geht langsamer, dafür ist es jedoch  viel gründlicher und viel komplexer, als es unser Verstand sich jemals ausdenken könnte.

Ich habe gelernt, alles hat seine Zeit. Es braucht Zeit zum Werden und den Willen auch im tiefsten Chaos, nicht aufzugeben und das Ziel fest im Blick zu halten. Auch wenn der Weg bis dahin noch im Nebel liegt. Dann gilt es nur die nächsten kleinen Schritte zu gehen. Hier ist der eigene Instinkt ein guter Wegweiser und der persönliche Kompass für den Weg und das große Ziel.

Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Mit Geduld und Urvertrauen, Humor, Durchhaltevermögen und ganz viel Glauben, wird es ganz bestimmt irgendwann gut.