Ein Junge oder ein Mann?
Kennst du das? Du hast einen erwachsenen Mann vor dir, egal wie alt dieser biologisch in Wirklichkeit ist, doch er wirkt eher wie ein Junge. Im Prinzip ist das ja kein Problem. Für diesen Menschen nicht, wenn er für sich keine Nachteile sieht. Für das Umfeld, kann es erheiternd sein, weil das jugendliche Image und Handeln häufig sehr unterhaltsam ist, ein wenig kindlich, auch mal albern und leicht. Diese Männer nehmen das Leben leicht, sie genießen und können sehr, sehr charmant sein, doch auch schnell gekränkt und eingeschnappt. Dabei scheinen sie langsamer zu altern. Doch wenn es um echte Verantwortung geht, sind diese Männer raus. Sie schaffen es kaum, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, geschweige denn für eine Frau oder für gemeinsame Kinder. Natürlich heiraten diese Männer auch und sie bekommen auch Kinder. Doch die göttlich maskuline Energie, die sich konsequent in Taten widerspiegelt, fehlt. Obwohl die Worte von vielen Plänen, Taten und Zielen sprechen. Diese Männer sind oftmals sehr flirtend unterwegs, als ob sie jede Partnerin haben könnten, ein wenig wie ein Macho, sein Ego pflegend. Es fällt ihnen schwer, eine echte Entscheidung zu treffen – die auch tragfähig und auf Dauer angelegt ist. Sie schaffen es kaum, sich wirklich auf eine einzige Frau einzulassen, ein Versprechen, ein Commitment für sich selbst abzugeben und es nach außen auch mit viel Präsenz zu zeigen und die Energie zu halten. Sein Blick sollte auf einer Frau sein / auf seiner Frau und seiner Familie und nicht auf anderen Damen.
Und solange die Familie damit gut klarkommt, ist alles in Ordnung. Allerdings gibt es vielfach Schwachstellen, sei es finanziell, bei der langfristigen gemeinsamen Planung, bei den gemeinsamen Werten, seine jetzige Familie – gegenüber der Ursprungsfamilie – zu priorisieren und dabei standhaft zu bleiben – auch wenn es unbequem wird, der Wahlfamilie Sicherheit und Stabilität zu geben – auch langfristig, verantwortungsbewusst – mit offenem Herzen- zu führen, ohne Egoallüren, seine Frau zu beschützen und den Kindern einen emotional verfügbaren Rückhalt und echte Liebe als Vater zu geben – finden vielfach nicht oder nur mangelhaft statt.
Sollte der (junggebliebene) Mann tatsächlich etwas ändern wollen, darf er sich seine Schattenthemen anschauen, um zu verstehen, warum es leichter ist, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Erst dann wird sich das Verhalten, die Handlungen, die Worte, die Taten anpassen und das Wachstum zur echten maskulinen Energie einläuten.