Brot und Spiele
Kennst du das? Du hast das Gefühl du bist im Hamsterrad gefangen. Ich bin sehr sicher, dass es nicht richtig ist, dass Menschen 40 Stunden in der Woche fremdbestimmt arbeiten, sich immer mehr von sich selbst entfernen und kaum Zeit haben für das echte Leben. Ein Leben mit selbstbestimmter Zeit, Zeit zu fühlen, Zeit für Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit, Zeit für Erdung, Zeit für Anbindung, Zeit zum Sein, Zeit für die Ehe, Zeit für die Familie.
Früher hat der Mann in seiner männlichen Energie (viel) gearbeitet und die Familie versorgt. Die Frau war in ihrer weiblichen Energie und hat sich auf ihre Weise um die Familie gekümmert. Falls sie beide ein Geschäft hatten, hat sie mitgearbeitet. Je nachdem wie die Situation zu Hause war. Gab es Säuglinge zu Hause hat sie ihre Zeit angepasst und wenn die Kinder größer waren und zur Schule gingen, konnte sie wieder mehr Zeit, Liebe und Energie in das Geschäft stecken.
Es hat so gut funktioniert, weil das göttlich männliche und die göttlich weibliche Energie fließen konnten. Sie haben selbstbestimmt gelebt und gearbeitet. Und eh es jetzt zu Missverständnissen kommt, das ist ein Idealbild, auch hier gab es viele Zwänge von Außen. Für Bauern gab es Missernten, für Geschäfte gab es Wirtschaftskrisen und Inflationen, es gab Kriege, Raub und Überfälle und bei jüdischen Familien – gab es Tod und Vernichtung.
Nun – und dennoch bin ich überzeugt davon, dass der größte wirtschaftliche und private Erfolg erzielt werden kann, wenn Mann und Frau gemeinsam etwas aufbauen, solange beide Partner in ihrer „geheilten“ Energie sind.
Nun sagst du vielleicht, was ist mit der Selbstverwirklichung der Frauen. Den Wahlen, der Selbstbestimmung der Frauen, dem Feminismus. Ich bin sicher, das Eine schließt das Andere nicht aus. Männer und Frauen sollen immer auf Augenhöhe eine Beziehung führen, in jeglicher Hinsicht, doch auch jeder mit seinen Stärken und seinen Talenten und vor allen Dingen so, dass die Frau und der Mann jeweils in ihrer Mitte bleiben können. Dann sind Yin und Yang ausgeglichen.
Dann schauen wir uns heute eine Familie an, auch hier nehme ich ein Stereotyp, ich denke, das vereinfacht das Verstehen.
Wie nehmen eine Frau und einen Mann, die beide Vollzeit arbeiten. Wir hoffen, sie sind glücklich mit dem was sie tun. Sie haben zwei Kinder, die schon zur Schule gehen und entweder Nachmittags in der Schule betreut werden oder schon alt genug sind, alleine zu Hause zu bleiben. Wenn alles gut läuft, keiner krank wird, alle funktionieren, keine Ferien sind – in der die Betreuung der Kinder nicht abgedeckt werden kann-, keine Pflege der Eltern oder Großeltern nötig wird und der Haushalt irgendwie mitläuft. Das wünschen wir ihnen. Doch wie sieht es in der Wirklichkeit viel häufiger aus, viele Familien arbeiten so, weil sie aus finanziellen Nöten heraus handeln oder handeln müssen. Die Kinder werden fremdbetreut, obwohl die Familie es sich anders wünscht. Und auch dies ist häufig ein sehr hoher Kostenfaktor, genauso wie eine Haushaltshilfe oder Zeit zu zweit, die gut organisiert werden will, mit dem Einsatz eines Babysitters.
Die Frauen sind gestresst, weil sie eine gute Partnerin und Mutter, eine gute Arbeitnehmerin und eine gute Hausfrau sein wollen, sie brauchen Zeit für sich, wollen Sport machen, sich weiterbilden und Freunde treffen. Nun es gibt immer Zeiten im Leben da funktioniert das gut und es wird Epochen geben, da reicht die Energie nicht für alles aus. Dann steigen die Unsicherheiten und die Zweifel werden lauter. Hinzu kommt, dass Frauen auf unserem deutschen Arbeitsmarkt und auch sonst in vielen Ländern, in die männliche Energie gezwungen werden, so dass sie komplett aus ihrer Mitte geraten und sie sich immer wieder blockiert fühlen. Die Männer stresst es wahrscheinlich, wenn sie arbeiten und schuften und alles geben und dennoch scheint es nie zu reichen. Der Stress wirkt sich irgendwann auch auf alle anderen Bereiche im Leben aus. Auch hier steigen die Sorgen und die Zweifel, dies kann zu Erschöpfung und starker Müdigkeit, zu Schlafstörungen oder zu beidem führen.
Geht es auch anders. Ja, bestimmt. Doch dazu braucht es Veränderung.
Wie kommt es eigentlich, dass sich so wenige Menschen beschweren und beklagen. Nun kommen wir zu Brot und Spielen, so war es schon im antiken Rom, bei den Gladiatoren. Gib den Menschen Brot und Spiele und sie werden (von der Politik und anderen Dingen) abgelenkt genug sein, um nicht zu merken, wie leer und -manchmal -sinnlos ihr Leben sich in Wirklichkeit anfühlt. Es funktioniert auch mit Krieg, Benzinpreiserhöhungen, Judenvergasung und Hexenverbrennung. Von der Schaffung von Feindbildern, von Spaltung, von Ausgrenzung, von der Nichtsicherung der Existenzbedürfnisse der Menschen. Solange die Menschen Sorge um ein sicheres und bezahlbaren Zuhause, Sorge um ihre Finanzen, um ihre Sicherheit und genug zu Essen, um ihre Familie und ihren Arbeitsplatz haben, werden sie sich nicht bewusst entscheiden können. Es gibt bestimmt noch viel mehr.
Es reicht den meisten Menschen und das ist kein Vorwurf, am Wochenende oder auch mal in der Woche auszugehen, ein oder zweimal im Jahr in den Urlaub zu fahren oder zu fliegen und ein wenig oder auch mehr Luxus zu haben. Hierzu zählen schöne Kleidung, Konzerte, Theater, Mainstream Literatur, Festivals, Urlaube, Schmuck, die gesamte Beautyindustrie, neue Autos, andere Statussymbole, die Rolex, Boote, Pferde, ich bin versucht zu schreiben; auch die Pferdepflegerinnen- schöne Grüße an die Werbeindustrie und hohe berufliche Titel oder andere Ränge und Kategorien, die (nur) für das Ego dieser Personen wichtig sind.
Diese Dinge kommen, in meinem Beispiel, alle von Außen.
Doch was ist mit den echten Wünschen und Zielen, was wäre, wenn die Menschen nicht mehr nur für einen Urlaub oder eine „magere und geringe“ Rente leben und arbeiten möchten. Wie würde ein wirklich selbstbestimmtes und freies Leben aussehen? Dann wenn sich jeder Tag wie Leben anfühlt und nicht erst nach 40 Jahren Berufstätigkeit.
Wenn heute die gute Fee zu dir kommen würde und du hättest drei Wünsche frei, welche wären es? Wo würdest du leben? Mit wem würdest du leben? Und mit welcher Tätigkeit würdest du deinen Tag füllen? Und als Unterstützung und Entscheidungshilfe, was würdest du tun und als was würdest du arbeiten, wenn du SCHON Millionär wärst?