Wie viel ist ein Leben wert?
Kennst du das? Scheinbar ist der Wert eines Lebens verhandelbar. Das Ansehen von Menschen unterscheidet sich nach der Nationalität. Es gibt bei Zuwanderung ein Ranking. Dabei haben es Italiener und Franzosen leichter als Russen oder Bulgaren, Polen, Türken, Syrer haben es schwerer. Die „Feindbilder“ ändern sich je nach aktueller Lage und Politik.
Immer noch gibt es Länder, da sind Kinder wenig wert oder in China speziell Mädchen. Im dritten Reich waren Sinti und Roma, Juden und schwule Menschen Freiwild, ihnen wurde das Mensch sein abgesprochen.
Bei uns sind es zunehmend alte Menschen in Pflegeheimen, die nur noch „satt und sauber“ erwarten können, von einer Tagesstruktur, Gesellschaft, gemeinsamen Mahlzeiten und Freizeitaktivitäten sind viele Heime und ihre Bewohner weit entfernt. Und das liegt nicht an den Pflegekräften, sondern an den Strukturen, den Trägern und den Systemen.
Was können wir aus der Geschichte lernen? Ist der Wert eines Menschen tatsächlich verhandelbar? Ist der Mensch wertvoller, wenn er arbeiten geht, anders als ein Kind oder ein Rentner?
Was macht überhaupt das Mensch sein aus? Ist ein Mensch nur jemand der atmet, der Träume hat, der menschlich ist, der von einer guten Zukunft für sich und seine Angehörigen träumt, der der da ist und der versucht jeden Tag sein Bestes zu geben? Ist Mensch sein überhaupt an Bedingungen geknüpft, an Religion, an Alter, an Sprache, an Herkunftsland, an Kultur, an Nützlichkeit für die Gesellschaft, an Gesundheit, an Kosten für die Gesellschaft und die Familie?
Nun, ich denke, der Wert eines Menschen ist nicht verhandelbar. Jeder Mensch ist gleich viel Wert. Egal welche Sprache er spricht, aus welchem Land er kommt, ob er erfolgreich ist oder nicht, ob er alt ist oder jung. Die Menschlichkeit schon, verhält sich jemand asozial und schadet anderen, muss er die Verantwortung dafür tragen.