Ausgleich und Gerechtigkeit

Kennst du das? Manchmal wünscht du dir einen Ausgleich und Gerechtigkeit? Und glaubst du, dass das Leben gerecht ist?

Dann müssten doch all die guten Menschen in diesem Leben gewinnen, oder? Sie müssten alle gesund alt werden, sie müssten Geld haben, sie dürften gemeinsam mit ihrer Familie ins Seniorenalter gehen, sie hätten mindestens ein Eigenheim oder sogar eine Villa, vielleicht sogar am Meer, sie würden die Welt bereisen und könnten sich alle ihre Wünsche und Träume problemlos immer und überall erfüllen und überhaupt – sie würden nur glückliche Beziehungen zu ihrem Partner, zu ihren Kindern, zu den engsten Freunden – führen. Dabei hätten sie noch so viel finanziellen Reichtum über, dass sie Kinder, Tiere, die Natur, Obdachlose, Frauen die Gewalt erleben, oder andere eigene Projekte und externe Hilfsorganisationen unterstützen könnten. Sie könnten die Welt gestalten, indem sie Schulen und Kindergärten bauten, Tierheime eröffneten und den Schutz der Wildtiere und Pflanzen förderten, die Ökosysteme in den Meeren, Flüssen und Seen wieder herstellten und die Landwirtschaft im Einklang mit der Natur lehrten. Dabei könnten sie neue Fächer in den Schulen einführen, beispielsweise: Gesundheit, Empathie, Glück, die Lehre von der Natur, die Lehre von Kreisläufen der Natur und den Gesetzten des Lebens und des Universums, die Lehre von allen lebenspraktischen Arbeiten im Alltag und spezielle Ausbildungen für die jeweilige Berufung des Kindes, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen. Sie könnten Musik, Gesang und Theater unterrichten und die Gestaltung eines sinnvollen Tagesablaufs, sowie eines der Gesundheit und des Wohlbefindens förderlichen Tag – Nacht- Rhythmus.

Und ist das wirklich so? Wahrscheinlich nicht, oder? Ich kenne einige wundervolle Menschen, die gerade ganz schön knabbern, das Leben scheint sie nochmals zu prüfen, das Leben nimmt diese Menschen „hops“, es tauchen unerwartete und unangenehme Wendungen, Schwierigkeiten und Herausforderungen auf allen Ebenen auf. Sie kämpfen mit Zweifeln und versuchen im Vertrauen zu bleiben. Sie richten sich immer wieder neu aus, sie versuchen wieder in ihre Mitte zu kommen und egal wie schwer das Leben gerade ist, und wie sehr das Leben sie prüft, bleiben sie freundlich und behalten ihr gutes Herz.

Im Gegensatz dazu, scheinen Personen die Schlechtes tun, die bösartig sind, gehässig, korrupt, charakterlos, die Verbrechen begehen, die lügen und betrügen, die verleumden und diskreditieren, dennoch erfolgreich im Leben zu stehen. Sie zweifeln nicht an sich. Sie hinterfragen ihre Taten und Handlungen nicht. Sie machen einfach immer so weiter.

Wie kann das also sein? Gibt es doch keine Gerechtigkeit? Kein Karma?

Oh, doch. Doch Karma zeigt sich meistens nicht sofort oder zunächst nur in einer sehr abgeschwächten Form, wie ein Vorbote. Es gibt auch nicht exakt genau das zurück, was an Handlungen, Gedanken und Taten ausgesendet wurde, es wählt andere Wege mit dem gleichen Grundmuster. Auf Verrat folgt immer Verrat. Auf den Tod, bleibt der Tod. Doch die Ursachen werden andere sein. Es ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Die Personen fragen sich, ist es nun Zufall oder das Gesetz von Ursache und Wirkung?

Karma zeigt sich als Essenz aus allen Leben. Und wenn die Abrechnung kommt, wird das Universum, es mehr als Tausendfach zurückgeben, auf allen Ebenen, sehr zuverlässig und gründlich. Für all die guten Taten, aber auch für all das Schlechte, Dunkle und Böse.

Ohne Drama, ohne Rache – fast schon friedlich, intensiv, dynamisch, kraftvoll und sehr, sehr gründlich – dazu extrem effektiv, potent und gerecht.